Der Brennpunkt
Dieses Zeichen warnt vor hochentzündlichen Stoffen. Immer wieder kommt es vor, daß sich zum Beispiel der Kraftstoffvorrat in einem Fahrzeug entzündet, wenn Schweißarbeiten vorgenommen werden. Aber auch viele andere Substanzen sind hochgradig brandgefährlich. Beachten Sie daher das entsprechende Warnsymbol sorgfältig und stellen Sie sicher, daß solche Stoffe in zugelassenen Behältern gelagert werden. Größere Mengen gehören nicht an den Arbeitsplatz, sondern müssen in feuerbeständig abgetrennten Räumen mit Belüftung gelagert werden.
Hinsichtlich der Brandgefährlichkeit unterscheidet man verschiedene Gefahrklassen:
- Gefahrklasse A: wasserunlösliche oder schwerlösliche Flüssigkeiten, deren Flammpunkt nicht über 100°C liegt.
- Gefahrklasse A I: Flüssigkeiten, mit einem Flammpunkt unter 21°C - z. B. Äther oder Waschbenzin
- Gefahrklasse A II: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von 21°C bis 55°C wie Petroleum
- Gefahrklasse A III: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von 55°C bis 100°C wie Diesel
- Gefahrklasse B: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt unter 21°C, die sich bei 15°C in Wasser lösen oder deren brennbare Bestandteile sich bei 15°C in Wasser lösen, z. B. Spiritus und andere Alkohole
Der Flammpunkt bestimmt die Einstufung der Flüssigkeiten in die Gefahrklassen; dies ist die niedrigste Temperatur, bei der sich aus der Flüssigkeit Dämpfe entwickeln können, die mit Luft vermischt entflammbar sind.
In unserem Fachmagazin "Die Industrie der Steine und Erden" wurde über einen Unfall berichtet, der sich beim Bearbeiten eines Ölfasses mit einer Flex ereignete, da das darin befindliche Heizöl über den Flammpunkt erwärmt wurde und somit ein explosionsfähiges Gas/Luft-Gemisch vorhanden war.